Während der Ausgabe 2025 des Festivals Prangins Baroque war das Publikum zu einem neuartigen sensorischen Eintauchen in das Schweizerische Nationalmuseum - Schloss Prangins eingeladen. Diese auf einen intimen Kreis von 25 Personen begrenzten Rundgänge gingen über eine einfache Führung hinaus und wurden zu einem lebendigen Dialog zwischen historischer Architektur und dem Genie von Johann Sebastian Bach. Unter der fachkundigen Leitung der Kulturvermittlerin Sylvie Nickbarte erkundeten die Besucher die faszinierende Geschichte der Einführung des Kaffees im Europa des 18. Jahrhunderts – ein Thema, das an die berühmte Kaffeekantate des Leipziger Kantors anknüpfte. Die künstlerische Exzellenz wurde von einer internationalen Besetzung aus jungen Talenten und Mitgliedern des Teams Prangins Baroque getragen: Die kristalline Stimme der Sopranistin Constança Pinter, unterstützt vom Altisten Antonio Gomez, vermischte sich mit den reichen Texturen der Barockviolinen von Enesh Dzhanykova und Jenna Raggett. Das Continuo, die Säule dieser Klangarchitektur, wurde mit gemeinsamer Virtuosität von Clément Zanni (Traverso), Jorge Municio Corcho (Barockcello), Manon Chapelle (Viola da gamba), Pierre-Baptiste Brioude (Theorbe) und einer seltenen Vereinigung von drei Cembalistinnen – Agnes Blastik, Margit Jassó und Xianmei Fang – gestaltet. Diese enge Zusammenarbeit zwischen dem Verein Prangins Baroque und dem Schweizerischen Nationalmuseum bot ein Gesamterlebnis, bei dem die Alte Musik ihre ursprüngliche Funktion wiederfand: den Raum zu bewohnen und die Geschichte der Menschheit zu erzählen.
13. September 2025
11:00
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